REGIE: UTE DITTMAR



Interview mit unserer Regisseurin, Ute Dittmar

 

MP: Ute, Du bist nun schon seit 2008 die Regisseurin der Mixed Pickles. Es scheint so zu sein, als ob Du und unsere Gruppe sehr gut harmonieren und zusammenarbeiten. Wie würdest Du die Gruppe und die Arbeit mit der Gruppe beschreiben?

 

Ute: Unsere Zusammenarbeit ist schon ein echter Glücksfall. Für mich als Regisseurin ist ganz klar zu merken, das ein Großteil der Gruppe „alte Theaterhasen“ sind – der Kern der Mixed Pickles spielt seit 27 (!) Jahren Theater. Es ist sehr viel Können, Routine (im positiven Sinne) und Vertrauen in der Gruppe da. Letzteres ist sehr wichtig, da Schauspiel immer eine sehr persönliche Arbeit ist, bei der man viel von sich selbst preis gibt. Und natürlich gibt es nach neun Jahren gemeinsamer Arbeit mit mir auch ein sehr großes Vertrauen zwischen den Mitspielern und der Regie. Das schafft wiederum eine wunderbare Offenheit und Wertschätzung für die Ideen und Impulse, die durch mich oder die Schauspieler eingebracht werden. Glücklicherweise gibt es auch regelmäßig neue Mitspieler - das belebt natürlich unsere Gruppe und stellt auch alte Strukturen in Frage.

 

MP: Wie sah denn bisher Deine berufliche Laufbahn aus und wie kamst Du als „Nordlicht“ in unsere südlichen Gefilde?

 

Ute: Nach meiner Schauspielausbildung in Berlin habe ich zunächst an verschiedenen Theatern gearbeitet, zuletzt bei den Bühnen der Stadt Kiel. Nachdem meine Kinder geboren waren habe ich in Hamburg eine Ausbildung zur Theaterpädagogin gemacht, zunächst einmal deshalb, weil ich diesen Beruf besser mit meiner Familie vereinbaren konnte. Der Umzug nach Süddeutschland – ins Allgäu – ergab sich durch einen Stellenwechsel meines Mannes. Inzwischen bin ich seit 17 Jahren hier in der Region als Regisseurin und Theaterpädagogin tätig.

 

MP: Wenn Du zurück schaust auf die verschiedenen Produktionen mit uns: gibt es da Stücke, die Du besonders herausheben wolltest?

 

Ute: Ja das waren ….“Hotel zwischen den Welten“ von Eric-Emmanuel Schmitt, ein philosophisches Stück, das in einem fiktiven Raum zwischen Leben und Tod spielte, reduziert auf ein minimalistisches Bühnenbild und schauspielerisch eine echte Herausforderung. Ein Zitat aus dem Stück: »Man muss mir das Leben wohl erst wegnehmen, damit ich begreife, was es wert ist.« Besonders viel Spaß machte „ Blütenträume – ein Flirtkurs für 55+“ von Lutz Hübner , weil das Stück an sich schon so witzig ist. Dann sind die Proben natürlich auch sehr lustig.Und unser letztes Stück „Fremde Verwandte“ hatte eine enorme Aktualität durch die Fragen nach den Beziehungen in denen wir leben und wie wir sie gestalten, bzw. mit welcher inneren Haltung wir sie wechseln.

 

An der Vielseitigkeit der Theaterstücke sieht man schon, dass wir auf kein Genre festgelegt sind, sondern uns die Freiheit lassen das zu spielen, was uns wirklich gefällt und berührt. Das ist eine enorme Qualität und schafft eine hohe Identifikation. Wir finden uns in unseren Stücken wieder – das macht, glaube ich, allen Freude.

 

MP: Ute, wir danken Dir für das Gespräch und hoffen auf viele gute Theaterstücke mit Dir in den nächsten Jahren.

 

UD: Danke, das hoffe ich auch. Aber da bin ich ganz zuversichtlich.

 

HMS/DU, 25. Nov. 2017

 

 



Unser Theaterstück für 2018

"Einer flog über das Kuckucksnest"

Termine:

16.03.18 / 17.03.18 / 18.03.18

21.03.18

23.03.18 / 24.03.18 / 25.03.18

Tickets sind über  www.reservix.de und Tourist-Information Kressbronn erhältlich.



Mixed Pickles - Die Theatergruppe der Kulturgemeinschaft Kressbronn